DYNO TV #4: Laktattest vs. Spiroergometrie

Laktattest vs. Spiroergometrie?

Die individuelle Leistungsfähigkeit von Sportlern und Sportlerinnen lässt sich mit zwei Verfahren ermitteln: Mit der Spiroergometrie und mit dem Laktattest. Der Laktattest misst die Konzentration von Laktat, das bei der Milchsäuregärung anfällt und vom Körper zur Energiegewinnung ohne Sauerstoffverwendet wird. Aus der Laktatmessung lässt sich die Laktatschwelle ermitteln, aus der der Trainingsbereich mit der höchsten Leistungsfähigkeit abgeleitet werden kann. Die Spiroergometrie bestimmt die individuelle Leistungsfähigkeit dagegen über eine Atemgasanalyse in Belastung. Mit beiden Verfahren lassen sich wichtige Erkenntnisse über die persönliche Leistungsfähigkeit ermitteln, die Spiroergometrie hat jedoch den Vorteil, ohne Blutabnahme auszukommen und mittels automatisierter Auswertung über die DYNOSTICS Analyse-App sofort Trainingsempfehlungen zu liefern.


https://vimeo.com/362514592

Vor- und Nachteile von Laktattest und Spiroergometrie?

Laktat ist ein Abbauprodukt des Glukosestoffwechsels, dass durch Milchsäuregärung entsteht. Bei starker Muskelbeanspruchung wird Laktat vom Körper zur Energiegewinnung herangezogen – allerdings funktioniert das nur bis zu einem bestimmten Schwellenwert, der sogenannten Laktatschwelle oder anaeroben Schwelle. Der Körper kann dann kurzfristig ohne Sauerstoffverbrauch zusätzliche Energie zur Verfügung stellen – man spricht daher auch von der aneroben Stoffwechselzone (im Gegensatz zur aeroben, wo Sauerstoff verbraucht wird). Wird diese Schwelle überschritten, gelingt der Abbau von Laktat nicht mehr so schnell wie sein Aufbau. Die Laktatschwelle ist somit ein Indikator für den Trainingsbereich mit der höchsten Leistungsfähigkeit. Gut zu wissen: Die anaerobe Schwelle wird bei einer Laktatkonzentration von etwa 4 mmol/l erreicht. Bis zu dieser Schwelle werden hauptsächlich Fette verbrannt, bei höheren Laktatkonzentrationen erfolgt die Energiebereitstellung dagegen über Kohlenhydrate.

In der Sportphysiologie wird die Laktatbestimmung zur Beurteilung der individuellen Leistungsfähigkeit von Sportlern und Sportlerinnen herangezogen. Dabei muss über einen längeren Zeitraum mehrmals Kapillarblut aus dem Finger oder Ohrläppchen entnommen werden, um Veränderungen der Belastung zu erfassen. Keine angenehme Sache – und im Vergleich zur Spiroergometrie, bei der viele weitere Parameter gemessen werden, auch weniger präzise: Sinnvolle und aussagekräftige Ergebnisse erhält man nur bei mehrmaliger Wiederholung, individuelle Unterschiede in der Energieverwertung werden kaum beachtet, was zu Fehlern in der Bewertung der Ergebnisse führen kann.

Im Gegensatz zum Laktattest ist die Spiroergometrie ein einfaches und schnelles Verfahren, dass ohne Blutabnahme auskommt: Es handelt sich dabei um eine Atemgasanalyse unter Belastung, bei der die wichtigsten Atemgasparameter und der Puls erhoben und ausgewertet werden, um die individuelle Leistungsfähigkeit zu bestimmen. Dies funktioniert neben der klassischen Methode auf einem Spiroergometriegerät auch ganz einfach im Fitnessstudio: In wenigen Minuten wird über eine Atemgasmaske und ein Analysegerät getestet und sofort ausgewertet. Die App DYNOSTICS Analyse liefert anschließend zielgruppenorientierte Empfehlungen für das Training.

Laktatstufentests mögen für Leistungssportler durchaus sinnvoll sein, wenn sie mit der klassischen Spirometrie kombiniert werden – mittels komplexer sportmedizinischer Berechnungsverfahren lassen sich damit sehr brauchbare Ergebnisse erzielen und individuelle Trainingsbereiche definieren. Wer keinen Leistungssport betreibt, bekommt über die Atemgasanalyse mittels smartem Testgerät aber ebenso brauchbare Ergebnisse – und das vor allem schneller und unkomplizierter.

 

Du hast Rückfragen? Nimm gerne Kontakt mit uns auf! Wir freuen uns auf deine Nachricht.

 

 

Comments are closed.